Der moderne Mensch und sein Bewegungsapparat

Den modernen Menschen mit dem aufrechten Gang gibt es seit rund 1 Mio. Jahren. Mehrheitlich sind wir dabei über Waldböden aus Laub, Moos, Ästen, Sumpf etc. gewandert. Seit der industriellen Revolution haben sich zwei grundlegende Bedingungen geändert.

1. Durch die Erfindung der Fahrzeuge gehen wir immer weniger zu Fuss. Es wurden Millionen von Strassen aus Asphalt und Beton gebaut. Jeder Schritt den wir setzen, gibt uns einen Schlag in unseren Bewegungsapparat. Weil die Böden flach sind, ist die Anforderung an unseren Bewegungsapparat relativ klein. Jeder Schritt ist mehr oder minder gleich. Dadurch werden die Muskeln unseres Bewegungsapparates, auch die Tiefenmuskulatur immer weniger gebraucht und dadurch geschwächt. Wenn man die Evolution betrachtet waren wir früher Jäger. Wir mussten mit den Tierherden wandern, teils 20 – 30 km, damit immer genügend Fleisch zur Verfügung stand. Heutzutage ist es viel, wenn wir durchschnittlich 1 – 2 km pro Tag unter die Füsse nehmen. Unser Panzer, sprich unsere Muskulatur, degeneriert zunehmend.

2. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist seit dem Beginn der industriellen Revolution in Europa von ca. 50 Jahren auf rund 85 Jahre angestiegen. Die Natur hat uns einen Körper gegeben, welcher auf eben diese 50 Jahre ausgelegt ist. Der Umstand, dass wir heute älter werden können, ist zwar angenehm, nur sollte dies für unseren Körper und dadurch für unsere Seele auch so sein. Die Lebensqualität muss hochgehalten werden. Dies wird erreicht, indem man auch in zunehmendem Alter noch unbeschwert gehen und am Leben teilnehmen kann. Denn eines ist sicher: Von der Natur erhalten wir keinen 2. Bewegungsapparat. Daraus muss man den Schluss ziehen, dass wir unseren Bewegungsapparat so gut wie möglich schützen und schonen müssen. Schonen heisst dabei aber nicht, die Füsse hochzulegen, sondern aktiv unseren Panzer, also unsere Muskulatur zu stärken, damit diese den täglichen Herausforderungen gewachsen ist und seine Schutzfunktion wahrnehmen kann.

Dieser Veränderung der Lebensumstände möchten wir mit den Produkten von Kybun entgegenwirken.Mit dem kyBoot, aber auch dem kyBounder (Matte), geben wir Ihnen nichts anderes als die weich elastischen Böden früherer Tage unter Ihre Füsse zurück. Dadurch erhalten Sie keine Schläge mehr in den Bewegungsapparat und der Druck wird gleichmässig auf eine viel grössere Fläche auf dem Fuss verteilt. Die Schläge werden dort absorbiert, wo sie entstehen, zwischen dem Boden und unseren Füssen in dieser weichen Membrane. Der Körper wehrt sich gegen Schläge in dem er den Muskeltonus verstärkt. Diese gesteigerten Muskelkontraktionen führen mit der Zeit zu Verspannungen. Verspannungen lösen sich mit der Zeit immer schlechter. Muskeln möchten gerne arbeiten, in rascher Abfolge kontrahieren und danach in eine Relaxation übergehen. Wenn die Schläge aber in einer so raschen Sequenz auf uns reinprasseln, hat die Muskulatur gar keine Möglichkeit zu entspannen. Durch das Wegfallen der Schläge kann die Muskulatur wieder relaxen, Verspannungen lösen sich.

Durch die Instabilität der kyBoot-Sohlen und der Kybounder wird die Muskulatur des Bewegungsapparates angeregt mehr zu arbeiten, und zwar so, wie es von der Natur vorgesehen ist. Aus der Wadenmuskulatur wird ein starker, zäher Muskel, der den täglichen Anforderungen genügen kann. Die Tiefenmuskulatur wird auch trainiert, welche in Fitness-Studios jeweils zu kurz kommt oder überhaupt nicht angetastet wird. Diese Tiefenmuskulatur ist aber eminent wichtig für die Stabilisation der Wirbelsäule und für den aufrechten Gang. Durch eine kräftige Rücken- und Tiefenmuskulatur können viele Rückenschmerzen vermieden werden. Die Arbeit wird von den Muskeln verrichtet. Welche diese tun müssen, können die Muskeln aber nicht selbst entscheiden, dies wird über unser Gehirn, den koordinativen Fähigkeiten, gesteuert. Durch eine verbesserte Koordination werden wir reaktionsschneller und können besser auf Boden-Situationen reagieren, was uns sicherer gehen lässt.